Die erste Stadtratssitzung der neuen Legislaturperiode war geprägt von vielen emotionalen Momenten, wichtigen Entscheidungen und einem spürbaren Aufbruch.
Zu Beginn richtete der neue erste Bürgermeister Marcus Spath sehr persönliche Worte an den Stadtrat und die Gäste. Er machte deutlich, wie groß die Verantwortung dieses Amtes ist und dass ihm bewusst sei, was es bedeutet, erster Bürgermeister zu sein. Besonders bewegend war seine Aussage, dass ihm seine Familie und Freunde den Rückhalt geben, damit er trotz der Veränderungen im Privatleben – auch als Vater einer kleinen Tochter – dieses Amt mit voller Kraft und vollem Einsatz ausüben kann.
Im Anschluss eröffnete Marcus Spath offiziell die Sitzung und begrüßte alle Anwesenden herzlich. Die Vereidigung des neuen Bürgermeisters nimmt traditionell das älteste Stadtratsmitglied vor. Diese Ehre wurde somit Cornelia Thomas zu Teil. Mit wertschätzenden Worten führte sie ihn durch die Eidesformel. Danach wurden die neuen Stadträtinnen und Stadträte vom 1. Bürgermeister vereidigt – ein feierlicher und emotionaler Moment für alle Beteiligten.
Der Stadtrat beschloss anschließend mit großer Mehrheit, weiterhin einen zweiten und dritten Bürgermeister zu wählen. Zum zweiten Bürgermeister wurde Tom Hesselberger gewählt. Der frühere 2. Bürgermeister Michael Maderer hatte eine mögliche Kandidatur zuvor abgelehnt und seine volle Unterstützung für Tom Hesselberger ausgesprochen.
Spannend wurde es bei der Wahl des dritten Bürgermeisters. Für die Position kandidierten Andreas Rieß und Walter Schäfer. Nach einem ersten Wahlgang mit einem Patt von 15 zu 15 Stimmen sowie einer Enthaltung musste erneut abgestimmt werden. Im zweiten Wahlgang setzte sich Andreas Rieß schließlich mit 16 zu 15 Stimmen durch. Der große Applaus aus dem Publikum zeigte deutlich, wie emotional dieser Moment für viele war.
Die Zirndorfer Bürgergemeinschaft beglückwünscht beide Stellvertreter und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit.
Im weiteren Verlauf wurden die bisherigen Bürgermeister verabschiedet. Marcus Spath fand dabei besonders warme Worte für Michael Maderer und bedankte sich für dessen engagierte Arbeit in den vergangenen Monaten. Auch Walter Schäfer als dritter Bürgermeister wurde mit würdigen Worten verabschiedet und wird künftig als Fraktionsvorsitzender weiter Verantwortung für seine Partei übernehmen.
Ein Zeichen der Solidarität setzten anschließend die neuen Bürgermeister:
Sowohl Tom Hesselberger als auch Andreas Rieß erklärten, freiwillig auf fünf Prozent ihrer Aufwandsentschädigung zu verzichten – passend zu der zuvor beschlossenen Kürzung bei den Stadträten. Außerdem wurden weitere wichtige Positionen besetzt. Elke Eder und Sandra Hauber wurden einstimmig zu weiteren Stellvertretungen gewählt. Auch die Ausschüsse, Referentenbereiche und Vertreter für die Volkshochschule wurden bestimmt.
Folgende Referenten/-innen wurden gewählt:
Wirtschaftsreferentin: Ines Spitzer
Referentin für Soziales Jugend und Senioren: Kerstin Zechentmayer
Verein- und Ehrenamtsreferentin: Adelheid Seifert
Umweltreferentin: Cornelia Thomas
Kulturreferentin: Elke Eder
Ortsteilreferent: Gerd Götz
Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden auch die Aufsichtsgremien und die weiteren wichtigen Vertretungen neu besetzt. Für den Aufsichtsrat der Stadtwerke Zirndorf wurden Cornelia Thomas, Eike Krause, Udo Nürnberger, Ursula Rauch, Sandra Hauber, Frank Loidold, Gerd Götz und Jessica Förster einstimmig gewählt.
In den Aufsichtsrat der WBG wurden Michael Maderer, Paul Reubel, Bastian Treiheit, Sandra Hauber, Andreas Rieß und Jochen Felbinger berufen.
Auch die Verbandsräte für die Sparkasse Fürth wurden bestimmt. Gewählt wurden Nina Roth, vertr. Jochen Felbinger, Ines Spitzer, vertr. Michael Maderer, Sylke Otto, vertr. Elke Zahl, Lukas Poxleitner, vertr. Walter Schäfer.
Ein schönes Zeichen für ein gutes Miteinander gab es auch bei der Verteilung der Kindergarten-Patenschaften. ZBG und CSU gaben bewusst einzelne Einrichtungen an andere Fraktionen ab, um die Zusammenarbeit im Stadtrat breiter und gemeinschaftlicher zu gestalten.
Auch bei der Besoldung des Ersten Bürgermeisters setzte Marcus Spath ein Zeichen: Wie zuvor bereits die weiteren Bürgermeister und Stadträte erklärte er, seine Dienstaufwandsentschädigung freiwillig um fünf Prozent zu reduzieren. Die entsprechende Besoldung wurde anschließend einstimmig beschlossen.
Nach einer langen, intensiven, aber zugleich sehr harmonischen und emotionalen konstituierenden Stadtratsitzung wurden noch gemeinsame Gruppenbilder gemacht. Mit einem guten Gefühl, viel Motivation und Vorfreude auf die kommenden Aufgaben verließen die Beteiligten schließlich die Paul-Metz-Halle.
Die nächste Stadtratssitzung findet am Mittwoch, den 24.06.2026 um 18 Uhr in der Paul-Metz-Halle statt.




